Frauenlandschaften
Im Selbstportrait
Nicht ich schaue mich an – ich lasse mich anschauen vom Auge der Kamera. Voll und ganz einlassen. Ich inszeniere mich blind. Das Motiv nicht von sich stossen, sondern an mich herankommen lassen. Und weiss nicht, was die Kamera Linse sieht. Gleichzeitig formiert sich in meinem Inneren ein Bild, noch ohne Konturen. So gehen die zwei Ebenen des Äusseren und Inneren, des Unsichtbaren und Fassbaren eine Synthese miteinander ein.
Es ist das Objektiv, die dunkle Scheibe, die den unsichtbaren Regungen der Zwischenräume Konturen verleiht und sie belichtet.
Wer darf den Vorhang lüften?