Butoh wurde von Kazuoh Ohno und Tatsumi Hijikata als Rebellion zu den traditionelle Tanzformen in Japan der Nachkriegszeit ins Leben gerufen. Dabei geht es um die Themen Tod, Vergänglichkeit, Existenz, Transformation. Butoh vollzieht den Bruch mit den rationalen Prinzipien der Moderne. Er versucht stattdessen, ein anderes Erleben zum Ausdruck zu bringen, und manifestiert einen zeitgenössischen Tanz des Widerstandes gegen die moderne Gesellschaft, das in den Spuren des alten Japans liest und gleichzeitig weltumspannend und kulturübergreifend zu uns spricht. Hijikata nannte diesen Tanz „Ankoku Butoh“ den Tanz der Dunkelheit. Dunkelheit nicht als Bedrohung, sondern als Urschicht: als Ort, an dem alles beginnt und alles endet. Als würde man die Schatten bitten, ihre eigene Sprache zu offenbaren.
Ode an Ohno / Takai / Hijikata
Mein Tanz, eine jahrzehnte lange Ode an Kazuo Ohno, bei dem ich sieben Jahre in Kamihoshikawa Japan lernen durfte und in unzähligen Einzelstunden an mehr wie meine körperlichen und seelischen Grenzen kam
«We shake hands with the souls of those who have gone before us, and they give us their strength. This is the unlimited power of Butohdance»
Zitat Kazuo Ohno
Tomiko Takai, eine Tänzerin mit der ich arbeiten und performen durfte
Tatsumi Hijikata, der mich täglich zum Tanz auffordert und eine ungeheur inspirirende Quelle ist für meinen eigenen Weg, dem Tanz
In meinem eigenen Tanz geht es nicht darum, Ohno oder Hijikata zu kopieren noch um die Kultur Japan`s, sondern vielmehr um die seelische Substanz der Bewegung.