Schmalz - Gombas

Werkschau

2025 Herbst Auftakt "Nachmittag eines Fauns". Work in Progress, ein  Langzeitprojekt mit Open end, in und mit der Natur 

2024/25 «Fruits of Life» Tanzperformances in Lokremise St Gallen, Kult-x Kreuzlingen. Kunstbuch und performative Lesungen im Apollo Kreuzlingen, Tigerfinklifabrik Diessenhofen

2023 «Puppets, Puppets» Performance alter Schlachthof Sigmaringen DE, Kunst im Depot Winterthur,
Lokremise St. Gallen

2023 «Zone méthamorphiques» Performance Villa Villekulle Faucogney, Fr

2022 «one minute performance for one person» Performance Kunsthalle Arbon, Jean Tinguely Museum Basel, auf den Strassen von: Rapperswil-Jona, Winterthur, St.Gallen, Kreuzlingen

2021 «never ending performance» Kunstbuch aus der Feldmühle Rorschach

2021 «Transformer – Aspekte der Travestie» Recherchen / Katalog Gottlieben

2021 «Rollspiele-Rollbilder« Performance Feldmühle Rorschach

2020-21 «Grammatik der Räume« / «Zeig mir deinen Koffer», Zwei Kunstmagazine und performative Lesungen in und aus Oxyd Winterthur und Kunsthalle Vebikus Schaffhausen

2020 «Der Bär geht um» Performance und fotografische Inszenierung im Hotel Waaghaus-Drachenburg, Gottlieben 

2020 «Zoologie der Träume» Performance und Kunstzeitung Trogen

2019 «Matrix Mensa» Performance Kunsthalle Arbon

Renee Schmalz
*1957 St.Gallen wohnhaft im Thurgau
 
Der Tanz
 
Die Gesten des Körpers am Rande der Bewegungslosigkeit, des Stillstandes – Flüchtigkeit der Ausrichtungen. Eine Vereinigung der dunklen Kräfte der Erde. Mein Körper ist nicht nur im Leben angesiedelt, sondern auch im Tod. Alles führt in eine Feier des Nichts – wie tief schweigt mein Ende in mir. Wie in jenen verschwiegenen dunklen Räumen – verwinkelt, labyrinthisch, warm, verzweigt, wo wir keinen Namen mehr wissen, keinen Namen brauchen, Schatten nur, Umriss, Abdruck, der sich nährt und von Nahe verschwindet. Bis jede Gestalt sich auflöst, restlos – zeitlos – raumlos, in Empfindungen, in Körpersprache – in ein Echo, so als hätte ich nie etwas gewusst. Höhlenterrains, Himmel, Wunderkammern, Spielraum, Zwischenraum in der Schwebe zwischen Leben und Tod. Atemkoordinaten. Das Leben übersetzen. Das Sterben übertragen. Die Gnade der Natur, die Zerstörung der Natur übertragen. Die Alltagsrealitäten entriegeln, herüberholen in die unterschiedlichsten Formen und Ebenen des künstlerischen Forschen und der Praxis. Das Menschsein hinüber leiten in die Schichten der Pflanzen und Tiere. Höhen und Tiefen herleiten. Farben wechseln.
 

2019  bis jetzt – Tagtägliches lernen aus der Tanzarbeit von Kazuo Ohno und Tatsumi Hijikata
2019 Beginn des Künstlerduos schmalz / gombas
2002 «sublimet cell« Tanzperformance, Homage an Louise Bourgeois, Kunsthaus Bregenz
2002 – 2014 Künstlerduo schmalz / stuhlmann. Performances : Steirischer Herbst Graz, Kunsthalle Winterthur, Gessnerallee Zürich, Performancefestival Bremen, Performancefestival Hamburg u.v.m.
2002 – 2007 «Schauwerk – Blackbox«, ein Performance – Tanz Langzeitprojekt in Zusammenarbeit mit der Kantonsbibliothek AR. Internationale Präsentationen
1997 – 07 Tanzperformances: Tanz Ist Festival Dornbirn, Tanzfestval MAK Wien, Performancefestval Kunsthochschule Kopenhagen, Tanzfestival Barcelona u.a.m.
Erarbeitung mit dem Tanzensemble Theater St. Gallen, Performance Theater Konstanz, Gastdozent an der ZHdK Zürich
2000-11 Tanzprojekte mit behinderten, krebskranken, aidskranken und traumatisierten Menschen
2000-04 Leitung des Profi-Tranings in S. Gallen und Konstanz

Auszeichnungen

  • 2019 Werkbeitrag Tanz, Kanton St. Gallen
  • 2003 Werkbeitrag Tanz, Kanton Appenzell Ausserrhoden
  • 1998 Werkbeitrag Tanz, Kanton Appenzell Ausserrhoden
  • 1986 Tokio Advices, Performance Preis

Kooperationen über all die Jahre mit: Karl Alfons Zwicker- Komponist, Andy Guhl- elektr. Musik, Ernst Thoma-Video und elektr. Musik, Nelly Büttikofer- Tanz, Muda Mathis-Performance, Micha Stuhlmann- Tanz, Manon-Video, Valie Export- Video, Daniel Untersee- Akkordeon, Christoph Rütimann- Bildende Kunst / Performance, Christian Zehnder- Gesang und Komposition, Andres Bosshard- elektr. Musik Klangobjekte u.a.m.

1975 – 05 Tanzseminare bei Suzanne Perrottet, Zürich / Christine Brodbeck, Basel, /Fumj Mazuda, Zürich
1986 – 94 Tanzausbildung bei Kazuo Ohno, Tokyo. Rege Performancetätigkeit in Japan
1980 – 83 Alexander – Technik Ausbildung, Basel, Lehrerdiplom
1976 – 80 F+F Kunstklasse, Zürich, Masterklasse
1971 – 76 Schule für Gestaltung und Kunst, St. Gallen, Diplom

Gabriella Gombas

*1961 Zürich wohnhaft im Thurgau

Stimmlandschaften / Fotografie

Fotografie / Inszenierungen
Weil ich sehe, fotografiere ich. Weil ich fotografiere, sehe ich.
Was und wie ich schaue entscheidet massgeblich, welchen Platz ich in dieser Welt einnehme.
Meine Annäherungen an die Rätsel unterschiedlicher Seinszustände mit der Kamera als Instrument. Sie kann die Unmittelbarkeit des einen, einzigen Momentums auffangen. Ich nähere mich einem Motiv an mit unterschiedlichen Ausrichtungen; schon eine leicht schräge Ausgangsposition erzeugt Reibung zum Bild und kann ungeahnte Dynamiken eröffnen. Oder ich überlasse mich ganz dem Schauen einer Szene, bis es mir gelingt, sie sozusagen von innen her aufzuspüren und belichten.

Stimmlandschaften
Schicht um Schicht verzweigen sich die Stimmlandschaften, geben dem Klangraum Konturen-, Schatten- und Lichtsignaturen. Klangliche Riten einer Passage, ein sinnlich-übersinnliches Areal. Meine Annäherung, Räume zu eröffnen für Seins Zustände des Menschen – Das Furchtbare, das Wunderbare, hörbar zu machen. Meine Annäherung, mit dem Klang, der Leidenschaft für`s Leben und etwas Glück, das Grössere als wir, durch und über uns Hinausweisende erlebbar zu machen. Meine Annäherung, Türen zu öffnen, auch für das Schwierige, Sperrige, Unliebsame einzulassen. Zulassen, Fallenlassen, Auslassen, Einlassen, Weglassen. Meine Ehrerbietung dem grossen Zero, dem Nichts. Zero, alles möglich. Ich will Alles. Ich bin Nichts. Im ewigen Bluts Anfängerinnen Geist unterwegs. Wie lange genau geht die Dauer einer Stille, ist das noch Zeit? Wo mündet die Stille ein, spannt sie den Bogen von einem Moment zum Anderen aus? Ist sie mein Ursprung? Was genau macht den Klang aus, ist er farbig, schwarz oder unsichtbar, ist er laut, zu laut, welche Frequenzen setzt er in Bewegung?

Klang erzeugen, Stille entstehen lassen, Zwillingsschwestern. Die Eine gibts nicht ohne die Andere. Klang und Stille, der Fächer der Verschwisterung breitet sich dem Hörsinn in immer weiteren Falten aus. Die Entsprechung des Klanges – das Hören, der am wenigsten fassbare Sinn – vor dem Sterben das Letzte, das uns mit dem Leben verbindet, der Ewigkeit vielleicht das am Nächsten. Klang, Vibration, Verdichtung, Auflösung, Resonanz im Kern des Lebens. Lass mich hören – den Herzschlag meines Da Seins. die Wellen im Wasser

 

2019 Beginn des Künstlerduo schmalz/gombas
Ab 2018 intensive Auseinandersetzung mit der Zeichenhaftigkeit des stimmlichen Klangs und der graphischen Notation von John Cage – Diverse tonale Spurensuche, die life in Stimmlandschaften ausgearbeitet werden
Ab 2017 Kontextualisierung hin zur Quellenarbeit ureigener künstlerischer Stimm-Prozesse und die konsequente Spurensuche im eigenen musikalischen Spielraum. Analog dazu die «autonome musik«, die nicht an äussere Zwecke gebunden ist sondern einzig inneren Notwendigkeiten folgt
2014- 17 Erforschung der Beschaffenheit der menschlichen Stimme mit Mark B. Lay
2013-16 Erforschung des Obertonspektrums mit Bardo Bernhard Jäger
Ab 1998 Weil ich Sehe – Fotografie / Zeichnungen; Visualisierung der Schnittstellen von Traum- und Lebensbereichen
1994-97 Jazzschule Bern, danach Ausstieg aus konventionellen, vorgespurten Pfaden
Ab 1990-2012 Vocal -Lead, Kompositionen und Interpretationen in verschiedenen musikalischen Stilrichtungen von Jazz bis Worldmusik. In diversen Formationen wie mit Hans Jon Ries, Asita Hamidi, Anna Kurz, Tom Longstone, Stefan Kistler, Roland Dimminger u.a.m.

 

 

 

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