Portrait

René Schmalz, *1957 St.Gallen wohnhaft im Thurgau
Tanz / Performance 
Raum-Installation, Zeichnung

1971 – 76 Schule für Gestaltung und Kunst, St. Gallen, Diplom
1976 – 80 F+F Kunstklasse, Zürich. Masterklasse
1980 – 83 Alexander – Technik Ausbildung, Basel, Lehrerdiplom
1986 – 94 Tanzausbildung bei Kazuo Ohno, Tokyo. Rege Performancetätigkeit in Japan
1975 – 05 Tanzseminare bei Suzanne Perrottet, Zürich, Christine Brodbeck, Basel, Fumj Mazuda, Zürich

2023-25 Untersuchungen und Prozesse zum Thema RAUMWEGE
Ab 2019 – siehe unten, Werkliste schmalz-gombas
2019 Beginn des Künstlerduos schmalz / gombas
2002 «sublimet cell« Tanzperformance, Homage an Louise Bourgeois, Kunsthaus Bregenz
2002 – 2014 Künstlerduo schmalz / stuhlmann. Performances : Steirischer Herbst, Garz -Kunsthalle Winterthur, Gessnerallee Zürich, Performancefestival Bremen, Performancefestival Hamburg u.v.m.
2002 – 2007 «Schauwerk – Blackbox«, ein Performance – Tanz Langzeitprojekt in Zusammenarbeit mit der Kantonsbibliothek AR.. Internationale Präsentationen
1997 – 07 Tanzperformances.: Tanz Ist Festival, Dornbirn, Tanzfestval MAK, Wien, Performancefestval Kunsthochschule Kopenhagen, Tanzfestival Barcelona u.a.m.
Erarbeitung mit dem Tanzensamble Theater St. Gallen, Performance Theater Konstanz
Gastdozent an der ZHdK Zürich
2000-11 Tanzprojekte mit behinderten-, krebskranken,- aidskranken- traumatisierten Menschen
2000-04 Leitung des Profi-Tranings in S. Gallen und Konstanz.

Kooperationen über all die Jahre mit: Karl Alfons Zwicker- Komponist, Andy Guhl- elektr. Musik, Ernst Thoma-Video, elektr. Musik, Nelly Büttikofer- Tanz, Muda Mathis-Performance, Micha Stuhlmann- Tanz, Manon-Video, Valie Export- Video, Daniel Untersee- Akkordeon, Christoph Rütimann- Bildende Kunst / Performance, Christian Zehnder- Gesang, Komposition, Andres Bosshard- elektr. Musik, Klangobjekte u.a.m.

Zeichen im Raum
Die Gesten des Körpers am Rande der Bewegungslosigkeit, des Stillstandes – Flüchtigkeit der Ausrichtungen. Eine Vereinigung der dunklen Kräfte der Erde. Mein Körper ist nicht nur im Leben angesiedelt, sondern auch im Tod. Alles führt in eine Feier des Nichts – wie tief schweigt mein Ende in mir.

Wie in jenen verschwiegenen dunklen Räumen – verwinkelt, labyrinthisch,  warm, verzweigt, wo wir keinen Namen mehr wissen, keinen Namen brauchen, Schatten nur, Umriss, Abdruck, der sich nährt und von Nahe verschwindet. Bis jede Gestalt sich auflöst, restlos – zeitlos – raumlos, in Empfindungen, in Körpersprache – in ein Echo, so als hätte ich nie etwas gewusst. Höhlenterrains, Himmel, Wunderkammern, Spielraum, Zwischenraum in der Schwebe zwischen Leben und Tod. Atemkoordinaten. Das Leben übersetzen.  Das Sterben übertragen. Die Gnade der Natur, die Zerstörung der Natur übertragen. Die Alltagsrealitäten entriegeln, herüberholen in die unterschiedlichsten Formen und Ebenen des künstlerischen Forschen und der Praxis. Das Menschsein hinüber leiten in die Schichten der Pflanzen und Tiere.Höhen und Tiefen herleiten.Farben wechseln

Gabriella Gombas, *1961 Zürich wohnhaft im Thurgau  
Stimmlandschaften / Performance 
Fotografie, Zeichnung

Ab 2019
-Künstlerduo Schmalz/Gombas, – siehe unten, Werkliste schmalz-gombas
-Intensive Auseinandersetzung mit der Zeichenhaftigkeit des stimmlichen Klangs und der graphischen Notation von John Cage – Diverse tonale Spurensuche, die life in Stimmlandschaften ausgearbeitet werden
-Ab 2017 Kontextualisierung hin zur Quellenarbeit ureigener künstlerischer Stimm-Prozesse und die konsequente Spurensuche im eigenen musikalischen Spielraum. Analog dazu die «autonome musik«, die nicht an äussere Zwecke gebunden ist sondern einzig inneren Notwendigkeiten folgt
-2013-2016 Gesangliche Untersuchungen von Gesetzen der Akustik, u.a. das Obertonspektrum mit Bardo Bernhard Jäger oder die Beschaffenheit der menschlichen Stimme mit Mark B. Lay
-Ab 1998 Weil ich Sehe – Fotografie / Zeichnungen; Visualisierung der Schnittstellen von Traum- und Lebensbereichen
-1994-97 Jazzschule Bern, danach Ausstieg aus konventionellen, vorgespurten Pfaden
-Ab 1990-2012 Vocal -Lead, Kompositionen und Interpretationen in verschiedenen musikalischen Stilrichtungen von Jazz bis Worldmusik. In diversen Formationen wie mit Hans Jon Ries, Asita Hamidi, Anna Kurz, Tom Longstone, Stefan Kistler, Roland Dimminger u.a.m. 

Fotografie / Inszenierungen
Nicht ich schaue das Motiv – ich lasse mich davon anschauen. Das Bild mit dem Blick nicht von sich stossen, sondern an mich herankommen lassen. Voll und ganz einlassen. Ich inszeniere mich blind. Und weiss nicht, was die Kamera Linse sieht . Gleichzeitig formiert sich in meinem Inneren ein geistiges Bild, noch ohne Konturen. So gehen die zwei Ebenen des Äusseren und Inneren, des Unsichtbaren und Fassbaren eine Synthese miteinander ein.
Oder es sieht Alles anders aus, obwohl sich nichts verändert hat – weil ich mich der Szene fotografisch aus ungewohnter Perspektive nähere. Schon eine leicht schräge Ausgangsposition erzeugt Reibung zum Bild und kann ungeahnte Dynamiken eröffnen. Es ist das Objektiv, die dunkle Scheibe, die den unsichtbaren Regungen der Zwischenräume Konturen verleihen.

Stimmlandschaften
Schicht um Schicht verzweigen sich die Stimmlandschaften, geben dem Klangraum Konturen-, Schatten- und Lichtsignaturen. Klangliche Riten einer Passage, ein sinnlich-übersinnliches Areal. Meine Annäherung, Räume zu eröffnen für Seins Zustände des Menschen –  Das Furchtbare, das Wunderbare, hörbar zu machen. Meine Annäherung, mit dem Klang, der Leidenschaft für`s Leben und etwas Glück, das Grössere als wir, durch und über uns Hinausweisende erlebbar zu machen. Meine Annäherung, Türen zu öffnen, auch für das Schwierige, Sperrige, Unliebsame einzulassen. Zulassen, Fallenlassen, Auslassen, Einlassen, Weglassen. Meine Ehrerbietung dem grossen Zero, dem Nichts. Zero, alles möglich. Ich will Alles. Ich bin Nichts. Im ewigen Bluts Anfängerinnen Geist unterwegs.

Wie lange genau geht die Dauer einer Stille, ist das noch Zeit? Wo mündet die Stille ein, spannt sie den Bogen von einem Moment zum Anderen aus? Ist sie mein Ursprung? Was genau macht den Klang aus, ist er farbig, schwarz oder unsichtbar, ist er laut, zu laut, welche Frequenzen setzt er in Bewegung?

Klang erzeugen, Stille entstehen lassen, Zwillingsschwestern. Die Eine gibts nicht ohne die Andere. Klang und  Stille, der Fächer der Verschwisterung breitet sich dem Hörsinn in immer weiteren Falten aus. Die Entsprechung des Klanges – das Hören, der am wenigsten fassbare Sinn – vor dem Sterben das Letzte, das uns mit dem Leben verbindet, der Ewigkeit vielleicht das am Nächsten. Klang, Vibration, Verdichtung, Auflösung, Resonanz im Kern des Lebens. Lass mich hören – den Herzschlag meines Da Seins.  die Wellen im Wasser

Immer JetztRaum Akustik.


Werkliste schmalz-gombas

2023 «Puppets, Puppets«, Performances Sigmaringen D, Winterthur, St. Gallen
2023 «Zone méthamorphiques«, Performances Faucogney Fr
2022 «one minute performance for one person«, Performances Arbon, Basel, Rappersil-Jona, Winterthur, St. Gallen, Kreuzlingen
2021 «never ending performance«, Kunstbuch Rorschach
2021 «Transformer -Aspekte«, Recherchen / Katalog Gottlieben
2020-21 «Grammatik der Räume« / «Zeig mir deinen Koffer«, Zwei Kunstmagazine und performative Lesungen in und aus Winterthur und St. Gallen
2020 «Fotoinstallation Altes Zollhaus« Konstanz-Tägerwilen
2020 «Rollspiele-Rollbilder«, Performances Rorschach
2020 «Zoologie der Träume«, Performance und Kunstzeitung Trogen
2019 «Matrix Mensa«, Performance Arbon