One minute performance for one person


Langzeitperformance für
spontane Besucher/Innen – lokal eingeladene Schulklassen
Ein von uns künstlerisch ausgestalteter 2.8 m x 6 m grosser, mobiler Kunstcontainer wird von uns im Innenbereich als White Cube bespielt. Darin wird jeweils für eine besuchende Person eine Minute lang eine Performance aufgeführt. Eine Eieruhr gibt uns die Zeit vor. Wir gehen in Resonanz mit der Besucherin, die daraus gewonnen Impulse werden aufgenommen und sind Basis der Performance. Der erste Augenblick der Intuition, der Imagination, der von der besuchenden Person ausgeht, wird von uns aufgenommen und mit Stimme und Klang akkustisch übertragen sowie auf der körperlichen Ebene in kleinen Tanzfragmenten zum Ausdruck gebracht. So wird jeder Gast, jede Gästin ins Geschehen mit einbezogen und bekommt ein ganz persönliches Unikat.

Querschnitt von Rückmeldungen unserer Gäste im Kunstcontainer

Astrid Künzler Kuratorin Kunst im Depot/ Tanzperformerin, Winterthur 
«Das Kunstprojekt "one minute performance for one person" ging in Resonanz mit mir als Mensch und verlagerte ein mögliches verbales Gespräch in eine klanglich-bewegte Performance im Kreativraum des eingerichteten Containers. Eine beeindruckend sensible Art und Weise, den Mensch gleichsam ins Zentrum und an den Rand zu stellen.«

Elisabeth Maier Bürofachkraft, St.Gallen «Wie erfrischend und belebend, grad das Richtige in meiner Büropause«

Anna von Siebenthal Objetkünstlerin/Tänzerin, Luzern «Ich berfinde mich losgelöst von der Aussenwelt, in einer Kapsel. René beginnt sich zu bewegen,im sachten Zusammenspiel zu Gabriellas Stimme und den Klängen des Xylophons. Die Bewegungen verschmelzen mit der Musik, es wird ein Dialog geschaffen, die Beziehung der Künstler*innen zueinander erscheint fragile und intim. Und dann bin da noch ich, die das Spiel betrachtet, die eingeladen wird zu einem intimen Akt zwischen zwei Individuen, die sich verbinden. Durch meine stille Präsenz und die unmittelbare Nähe zum Duo werde ich Teil der Performance. Ich frage mich wie viel ich durch meine Präsenz die Melodie, die Bewegung beeinflusse. Es berührt mich, dass dieser Moment nur unter uns Dreien entsteht, ein Moment der niemals wieder so entstehen wird. Ein Moment der vollen Präsenz und der Hingabe. Der Performance erscheint gleichzeitig lang und dennoch kurz, als diese eine Minute abgelaufen ist, kehrt die Wirklichkeit mit dem Verstummen der Stimme, mit dem Erstarren der Bewegung, dem Abschalten der Lichtquellen und zuletzt mit dem Öffnen der Tür schnell wieder zurück. Fast zu schnell, gerne wäre ich ein wenig länger in der traumhaften Welt geblieben. Die One Minute Performance lässt den Alltag für eine kurze Zeit verschwinden,inne zu halten, bietet die Gelegenheit sich inspirieren zu lassen, die Gedanken durchzuwirbeln und die Alltagsdinge danach vielliecht anderes betrachten zu können.«

Markus Bühler Pensionär, Winterthur «Das hat mich entspannt, es geht mir jetzt etwas besser« 

Denise Jud von der Oberstufe Weiden, Rapperswil Jona «Die Lernenden der Schulklassen aus Primar- und Sekundarstufe waren gleichzeitig irritiert und neugierig, wurden zum Lachen gereizt und tauschten sich, kaum aus dem Container, angeregt aus. Die Möglichkeit zum Austausch mit den beiden Performer:innen im Anschluss, führte zu einem interessierten Austausch. Von den Schülern/Innen wurden Fragen gestellt wie: «Warum macht Ihr dies / Woher kommen die Ideen / Wie ist es möglich aus nur einem Stück Blech oder einem Plastikrohr derartige Klänge zu machen«  Die One minute performance hat weit in den Unterricht hinein für Gesprächsstoff gesorgt. Es war aber sicherlich auch wichtig, die Erfahrung im Unterricht zu diskutieren, da es für einige Schüler/innen eine Grenzerfahrung war.«

Janine Wenger, Bäckerin Kreuzlingen «Es war unglaublich schön und berührend«

Christoph Steiner Kurator Gebert Stiftung für Kultur *ALTEFABRIK,  Rapperswil Jona «Gabriella Gombas und Rene Schmalz boten eine konzentrierte Minute in präzis abgezirkelten Raum. Meine Anwesenheit inspirierte zu minimalen Gesten und Klängen, die eine feine Stimmung evozierten. Das Wissen um die Besonderheit der einmaligen Situation war bereichernd.«

Maria Brunner Verkäuferin, Kreuzlingen «So direkt und überraschend, das hätte ich nie gedacht«  

Deborah Keller Kuratorin Kunstalle Arbon, ab 1. Sept 22 Chefredaktorin des Kunstbulletin «Schon das Wissen darum, dass man in dieser einen Minute eine Aktion erlebt, die ganz persönlich für einen entsteht, war besonders. Hatte man dann den Container betreten, entstand zuerst in einem kurzen Moment der Stille, dann über Stimmen, Geräusche und Bewegungen eine besondere Form der Intimität, des Dialogs zwischen Performer:innen und Besucher:in, ganz ohne Worte. Dabei manifestierte sich für einen Augenblick die Flüchtlingkeit und der Wert des Moments.«

Peter Grundig Architekt, Basel «Die Kunstobjekte -Rinderfrau und Fotos-  sind sehr stark, Klang und Bewegung sind eine Einheit und treffen mich direkt im Inneren«

Jonas Rüedi, Musiker/Tänzer, Wängi «Ganz unerwartetes zeigt sich dem Besuchenden eine farbige Welt von ineinander gewobenen Klingendem und Schwingendem. Die ausholende, um sich greifende einem ins Geschehen hereinreissende Bewegung der Arme und der Stimme. Die tiefen Klänge aus dem Untergrund und die Figuren die draus auftauchen. Von diesem Kosmos aufgesaugt  und wieder ausgespuckt.Den man betreten und schon wieder verlassen muss durch die Türe des Containers nach Verkündigung: das ist das Ende. Wunderschön und verwirrend zugleich. Zurück in der sogenannten Realität, in der man grad nicht mehr so recht weiss was einem geschehen und jetzt geschieht.«

Regula Schildknecht,Pädagogin, St. Gallen «Einen Moment zu Dritt. Und ganz für mich Allein geschenkt bekommen. Ja, sowas gibt es noch, auch heute noch – bedingungslos, unerwartet, einfach so. Aufgehoben In Klang und Bewegung.« 

Mira Paudler-Boss Produktionsleitungsassistentin, St.Gallen «Der Kunstcontainer auf dem Gallusplatz in St.Gallen hat uns eine spontane Reise in eine fremde, spannende und klingende Welt ermöglicht. Von aussen sehr unscheinbar hat sich im Inneren des Containers eine kurze persönliche Interpretation mit einer Klanginstallation und Tanzfragmenten entfaltet.« 
Unsere Beiträge im Jean Tinguely Museum, Basel

- 6.August, 14 Uhr bis in den Abend auf dem Gelände des 
  Museums Jean Tinguely 
  «ONE MINUTE PERFORMANCE FOR ONE PERSON« 
  innerhalb des Programms Bang Bang, Panch, soziale Eleganz, 
  Come and Show, – Performance All Day Long 

- 1.Juli, 19 Uhr im Museum Tinguely  
  Video « Gestern, Heute, Morgen«
  im regionales Programm aus der Ostschweiz vertreten   
  Innerhalb des Videoprogramms aus den verschiedenen Kantonen 
  der Schweiz
  wird an dieser Stelle demnächst aufgeschaltet

Im Rahmen von BANG BANG – translokale Performance Geschichte
8.Juni – 21.August 22, Museum Tinguely, Basel
ein Ausstellungsprojekt von Revolving Histories/Performance 
Chronik Basel und Museum Tinguely
Kunsthalle Arbon