Kunstbuch

                      «Never ending performance«
                             Fotokunstbuch
                     aus der Feldmühle Rorschach

                    von Schmalz-Gombas-Fehrenbach
                           mit Texten von
           Richard Lehner/Fritz Franz Vogel/Johannes Schröder

                           Buchvernissage
                17. Feb 19 30 Uhr / Türöffnung 19 Uhr

                     Eintritt frei / Kollekte
                    im Kulturhaus Treppenhaus
                            Kirchstr. 3
                          9400 Rorschach

                 Stimmlandschaften Gabriella Gombas
                      Performance René Schmalz





Auszüge aus dem Buch
Der Kontext ist eröffnet;
Wir machen uns auf Spurensuche im weitverzweigten Labyrinth der ehemaligen Fabrikationsräume der Feldmühle und gehen in den Dialog mittels tänzerischen Fragmenten. Dabei suchen wir die zurückgenommene Geste des Tanzes am Rande des Stillstandes. So liegt unser Fokus auf dem inneren Gehalt der Bewegung und in Resonanz zu den Örtlichkeiten der Feldmühle.
In diesem Spannungsfeld tanzen unsere Körper, transformieren das Vorgefundene in neue Geschichten, mithin ein performativer Prozess, der uns neue Türen eröffnet, um innere und äussere Zusammenhänge sichtbar zu machen. Es ist das Objektiv, diese dunkle Scheibe der Kamera, die diese Sekundenbilder ablichtet und einfängt, bevor sie wieder abtauchen in die Dunkelheit des Vergessens, eine Dunkelheit, die nun auch die Feldmühlen- geschichte eingeholt hat.
Als Kontrast zu den zum Teil sehr düsteren und alten, verbrauchten Spuren der verlassenen Geschichten der Fabrik sowie den diffusen Lichtverhältnissen sind unsere Körper komplett weiss geschminkt. Das Weiss unserer Körper steht im Kontrapunkt zu der mit Staub und Schweiss der ehemaligen Arbeiter überzogenen Architektur. Dieses Weiss verändert sich im Lauf unserer Arbeit, wird rissig, blättert ab und wird brüchig. Die Feldmühleablagerungen zeichnen sich so auf unserer Haut ein. Mehr und mehr gehen unsere Körper in die Zeichenhaftigkeit der Räume ein. Geschichte und Inszenierung überlagern sich wie ein Bild im Bild.
Das Zuhausesein unter der eigenen Haut steht im starken Kontrast zur damaligen Arbeit in diesen Fabrikationsräumen. Die vorgefundene Raumsituationen und- perspektiven provozieren archaische Impulse für tänzerische Expansionen in die unterschiedlichsten Räume. Reale Architektur begegnet unseren Intensionen wie auch unseren Traumebenen. Die Räume ruhen im Heute in einem fragilen Gleichgewicht von Abwesenheit und Anwesenheit.